Über uns

Die Kuball-Geschichte

Kuball, eine Hamburger Traditions-Glaserei

Das moderne Unternehmen "KUBALL Glaserei und Glashandel GmbH" wurde 1983 von Carl-Heinz Kuball sowie Hermann Melchert gegründet, doch es stützte sich bereits auf sehr alte hanseatische Glashandwerker-Tradition. Carl-Heinz Kuball, geboren 1909, gehörte zur dritten Hamburger Kuball-Generation und war schon seit 1950 Alleininhaber der bisherigen Firma gewesen. Ihr Gründer, Friedrich Wilhelm Christoph Kuball, der aus Lüchow bei Dannenberg stammte, wo schon sein Vater, Großvater und Urgroßvater seit der Mitte des 18. Jahrhunderts das Glaser- und Malerhandwerk betrieben hatten, war als 25-jähriger nach Hamburg gekommen und hatte sich hier als junger Glasermeister etabliert.

Mit Gründung am 11. April 1860 richtete sich Kuball an der Lilienstraße eine einfache Werkstatt ein. Mit steter Zunahme der Aufträge wurden nicht nur immer mehr Mitarbeiter eingestellt, sondern auch die Geschäftsräume seiner ‘Kunst- und Bauglaserei’ genannten Firma an die Rosenstraße/Ecke Gertrudenkirchhof verlegt. Eine abermalige Geschäftserweiterung erfolgte einige Jahre später durch den Erwerb eines Doppelhauses in der Breitenstraße, die ein Teilstück der bekannten Spitalerstraße bildet.

Nach Auflösung der Handwerker-Zünfte durch den Hamburger Senat und der Verkündung der Gewerbefreiheit, die allen Zweigen von Handwerk und Gewerbe einen starken Auftrieb gab, entstand unter entscheidender Mitwirkung von F. W. Chr. Kuball eine bedeutsame Selbsthilfeaktion seines Handwerks, die Gründung der ‘Glasversicherungs AG Hammonia’ im Jahre 1875, die noch heute als Glasversicherungs-Abteilung der Frankfurter Versicherungs AG besteht und sich für all ihre Mitglieder als außerordentlich segensreich erwiesen hat.

Aus der im Dezember 1866 geschlossenen Ehe entstammten zwei Söhne: Carl und Christel Kuball, denen Gründer Friedrich Wilhelm Christoph Kuball nach vierzig Jahren innovativen Wirkens das Geschäft übertrug und die es am 28. Juli 1900 unter dem Firmennamen ‘Gebr. Kuball’ in das Handelsregister eintrugen. Mit dieser Geschäftsübernahme durch die jüngere Generation nahm das Unternehmen sowohl in der Bauglaserei, die in den Händen von Carl Kuball lag, als auch in der Kunstglaserei, der sich besonders Christel Kuball annahm, einen bedeutenden Aufschwung.

Die Außenverglasung und die glaskünstlerische Innenausstattung zahlreicher neuer Hamburger Kontor- und Geschäftshäuser der neu entstandenen Mönckebergstraße, wie beispielsweise des Klöpperhauses, des Rappolthauses und vieler anderer, wurde der Firma ‘Gebr. Kuball’ übertragen. Auch im Schiffsbau war sie, insbesondere an Arbeiten für die Werft Blohm & Voss, beteiligt.

Neben diesen umfangreichen Arbeiten erhielt die Firma ‘Gebr. Kuball’ in zunehmendem Maße Aufträge zur Herstellung von Buntfenstern für Gotteshäuser, welche die Glasmalerei-Abteilung des Hauses nach Entwürfen des Christel Kuball mit künstlerischer Sorgfalt und Sachkenntnis anfertigte.

Nach dem ersten Weltkrieg ging es in den Zwanzigerjahren rasch wieder bergauf. Aufgrund ihrer Leistungen setzte sich der Ruf der Firma Kuball über den Hamburger Raum hinweg in ganz Deutschland durch. Kuballsche Glasmalerei-Fenster zierten Kirchen und Rathäuser unter anderem in Schwerin, Malchin, Halle und Marburg. Auch das Ausland zeigte großes Interesse an Kuballs Schaffen. Zu dieser Zeit beschäftigte das Unternehmen nahezu 100 Gesellen in der Blei- und Bauglaserei.

Als Christel Kuball später die Bau- und Kunstglaserei Gebr. Kuball übernahm, waren die bestehenden Werkstätten abermals zu eng, und so baute Kuball 1938 speziell für die Glasmalerei und Bleiverglasungsabteilung ein neues Gebäude in der Innenstadt, Hohe Bleichen 10.

Doch in einer einzigen Bombennacht wurden 1943 alle Betriebsstätten zerstört. Unter primitivsten Voraussetzungen hielt Kuball mit zäher Energie die Firma für seinen Sohn Carl-Heinz, der an der russischen Front stand und erst 1947 aus der Gefangenenschaft zurückkam, aufrecht. 1948 wurde Carl-Heinz Kuball von seinem Vater Christel Kuball zum Mitinhaber gemacht und war seit dessen Ableben im Jahre 1950 Alleininhaber der Firma.

Unter seinem Einfluß nahm das Unternehmen Kuball einen erneuten großen Aufschwung. Der Hauptgeschäftszweig wurde die Bauglaserei mit Verglasungen von Bauten jeglicher Art und Größe, sowie die Ladenverglasung, die technisch immer mehr vervollkommnet wurde. In einer ganz neuen Ganzglaskonstruktion wurden die Schaufensterscheiben erstmalig von Kuball in Hamburg ohne Rahmen direkt in das Mauerwerk eingebracht. Auf dem gleichen Prinzip beruhte auch der moderne Bau von Vitrinen, deren Scheiben nur auf Stoß gesetzt wurden. In der Mönckebergstraße haben zahlreiche Firmen ihre Schaufenster und Vitrinen durch Kuball verglasen lassen und damit der Hamburger Innenstadt ein ganz neues und modernes Gesicht gegeben.

Aber auch der Glasstahlbetonbau, sowie der als neuartige Ausführung geltende Einbau von Lichtkuppeln aus Sekuritglas, für die Kuball als deren Erfinder das Bundespatent angemeldet hatte, gehörten bald zum Bestandteil der Firma. Und selbstverständlich wurde die Glasmalerei auch unter der Leitung von Carl-Heinz Kuball weiter betrieben. Ferner wurden aus farbigen Glas-Smalten und Glasstücken Mosaike für Wände und Fenster zusammengestellt und in immer neuen Formen Wirkungen erzielt, die die moderne sakrale Architektur verlangte. Als erster Betrieb in Norddeutschland hatte Kuball in der Glasmalerei das Blei durch Beton ersetzt und hierfür neuartiges farbiges Glas aus Frankreich eingeführt. Aus dicken farbigen Glasbrocken entstanden Bildwerke von tiefer Leuchtkraft, die von Kunstschleifern mit äußerst dekorativen Zeichnungen versehen wurden.

Die gewaltige Steigerung des Geschäftsumfanges machte den Bau einer großräumigen neuen Werkstattanlage erforderlich. Am 08. April 1948 wurde hierfür am Haferweg in Hamburg-Altona der Grundstein gelegt. Hier waren dann sowohl die Werkstatt für die Bauglaserei, die Glasmalerei und die Schleiferei, als auch das Lager für sämtliche Materialien, unter anderem die Glassteine, die mittlerweile einen hohen Stellenwert im Unternehmen einnahmen, untergebracht.

Aus erneutem Platzmangel in den Betriebsstätten am Haferweg wurde im Jahre 1973 mit der Errichtung einer neuen Lager- und Fertigungshalle mit angegliederter eigener Isolierglasscheiben-Produktion und zugehörigen Büroräumen auf dem in der Nähe liegenden Grundstück an der Kleinen Bahnstraße begonnen. Nach Fertigstellung erfolgte dann nach und nach der komplette Umzug an die heutige Adresse der Firma Kuball.

Als Carl-Heinz Kuball sich im Alter von 72 Jahren aus dem Geschäftsleben zurückzog, erfolgte im Januar 1983 die bereits erwähnte Firmen-Neugründung zur modernen ‘KUBALL Glaserei und Glashandel GmbH’. Noch im gleichen Jahre war Dieter Drenkelfort als geschäftsführender Gesellschafter in das Unternehmen eingetreten, und als Hermann Melchert sich aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 1987 zurückzog, übernahmen Dieter Drenkelfort und Rainer Köppe, der bereits seit 1977 im Unternehmen tätig war und seit 23.9.1987 die Position des Prokuristen inne hat, seine Unternehmensanteile.

Bis zum heutigen Zeitpunkt gab es weder am Firmensitz, noch beim Mitarbeiterstamm, Veränderungen. Diese Tatsache ist auch für die langjährige Stammkundschaft die Gewähr dafür, durch unser Haus mit dem seit Jahrzehnten gewohnten, fachgerechten und schnellen Service bedient zu werden.

Am 01.01.2002 übernimmt Rainer Köppe die alleinige Geschäftsführung des Unternehmens.

Kuball Glaserei + Glashandel GmbH

Wir sind nicht zu groß für Ihre Kleinaufträge und nicht zu klein für Ihre Großaufträge!

Kontaktdaten

Kleine Bahnstraße 9
22525 Hamburg

Telefon: 040 - 850 30 96
Telefax: 040 - 850 70 28

E-Mail: info@glaserei-kuball.de

Copyright © 2017 Kuball Glaserei Hamburg | Kontakt | Impressum | Datenschutz